Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für JurisMind
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Web-Applikation JurisMind zwischen JurisMind, vertreten durch Michael Kluth, Feldgerichtstraße 2A, 60320 Frankfurt am Main, (im Folgenden „Anbieter“) und den Nutzern der Plattform.
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Verbraucher i.S.d. § 13 BGB.
§ 2 Leistungsgegenstand und ausdrücklicher Haftungsausschluss
(1) Der Anbieter stellt eine digitale Plattform zur Verfügung, über die Nutzer strukturierte juristische Lernmaterialien (z. B. Prüfschemata, Definitionen als Mindmaps) abrufen können.
(2) Keine Rechtsberatung: Die bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich der akademischen Ausbildung, der Prüfungsvorbereitung und privaten Lernzwecken. Sie stellen ausdrücklich keine Rechtsberatung im Einzelfall dar.
(3) Der Anbieter bemüht sich um die inhaltliche Richtigkeit und Aktualität der juristischen Schemata, übernimmt hierfür jedoch keine Gewähr. Die Nutzung der Inhalte für die Lösung realer Rechtsfälle erfolgt auf eigene Gefahr des Nutzers.
§ 3 Registrierung und Vertragsschluss
(1) Die Nutzung der Plattform setzt eine Registrierung voraus (Erstellung eines Nutzer-Accounts).
(2) Die Präsentation der Abonnements auf der Webseite stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung dar.
(3) Durch Anklicken des Buttons „Zahlungspflichtig bestellen“ (oder eines entsprechend eindeutig beschrifteten Buttons) gibt der Nutzer ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnementvertrages ab. Der Vertrag kommt durch die Freischaltung des digitalen Zugangs oder eine Bestellbestätigung per E-Mail zustande.
§ 4 Abomodelle und Preise
Der Anbieter stellt verschiedene Nutzungsmodelle zur Verfügung:
(1) Kostenloser Zugang: Der Anbieter stellt ausgewählte Einstiegsinhalte (insbesondere Einsteiger-Mindmaps mit Übungsfällen) unentgeltlich und ohne zeitliche Befristung zur Verfügung. Art und Umfang der kostenlosen Inhalte kann der Anbieter für die Zukunft ändern. Der kostenlose Zugang wandelt sich nicht ohne ausdrückliche Buchung in ein kostenpflichtiges Abonnement um.
(2) Premium-Account: Für 14,99 € inkl. MwSt. pro Monat bei monatlicher Zahlweise bzw. 10,99 € inkl. MwSt. pro Monat beim 6-Monats-Paket (Einmalzahlung von 65,94 € für sechs Monate, keine automatische Verlängerung) erhält der Nutzer Zugriff auf sämtliche verfügbaren Rechtsgebiete der Plattform sowie auf die KI-Funktionen in dem für diesen Tarif auf der Preisseite ausgewiesenen Umfang.
(3) Premium-Plus-Account: Für 19,99 € inkl. MwSt. pro Monat bei monatlicher Zahlweise bzw. 15,99 € inkl. MwSt. pro Monat beim 6-Monats-Paket (Einmalzahlung von 95,94 € für sechs Monate, keine automatische Verlängerung) erhält der Nutzer sämtliche Leistungen des Premium-Accounts sowie ein erweitertes Kontingent für die KI-Funktionen in dem für diesen Tarif auf der Preisseite ausgewiesenen Umfang.
(4) Bestandsverträge: Der frühere Pro-Account (Zugriff auf ein einzelnes Rechtsgebiet) sowie das frühere Jahrespaket (Einmalzahlung für zwölf Monate) werden nicht mehr neu angeboten. Bestehende Verträge werden zu den bei Vertragsschluss vereinbarten Bedingungen bis zum Ende der bezahlten Laufzeit fortgeführt.
(5) Klausur-Credits: Ergänzend zu den Nutzungsmodellen kann der Nutzer Klausur-Credits erwerben (Einmalzahlung, Pakete zu 3 Credits für 3,99 € bzw. 10 Credits für 9,99 € inkl. MwSt.). Ein Credit berechtigt zu einer Korrektur einer Klausurbearbeitung durch den KI-Korrektor. Credits werden erst eingesetzt, wenn das im jeweiligen Nutzungsmodell enthaltene Korrekturkontingent aufgebraucht ist. Credits können auf die kostenlos zugänglichen Fälle angewendet werden; für Fälle aus Rechtsgebieten, die einem kostenpflichtigen Nutzungsmodell vorbehalten sind, ist zusätzlich ein entsprechender Zugang erforderlich. Nach dem Ende eines Abonnements oder Pakets bleiben vorhandene Credits im Nutzerkonto erhalten. Sie sind an das Nutzerkonto gebunden, nicht übertragbar, nicht auszahlbar und zeitlich unbefristet gültig, solange das Konto besteht. Der Anbieter schreibt Credits außerdem unentgeltlich für bestimmte Aktionen gut (etwa Anmeldung zum Newsletter, erfolgreiche Empfehlung einer Freundin oder eines Freundes, Lernserien); Art und Umfang dieser Gutschriften kann der Anbieter für die Zukunft ändern. Bei missbräuchlicher Nutzung (insbesondere Mehrfachkonten zur Erlangung von Gutschriften) kann der Anbieter unentgeltlich gewährte Credits entziehen.
§ 5 Nutzungsrechte an JurisMind
(1) Dem Nutzer wird ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizensierbares Recht zur Nutzung der Anwendung „JurisMind“ sowie der darin enthaltenen Inhalte (insbesondere Mindmaps, Schemata und Gesetzestexte) eingeräumt. Die Nutzung ist ausschließlich auf den privaten Eigengebrauch im vertragsüblichen Rahmen (z. B. zur eigenen Examensvorbereitung) beschränkt.
(2) Dem Nutzer ist es ausdrücklich untersagt, die über JurisMind abgerufenen Daten, Grafiken oder Texte – weder im Ganzen noch in Teilen – an Dritte weiterzugeben, zu veröffentlichen oder in sonstiger Weise zu verbreiten. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung oder Zugänglichmachung in sozialen Netzwerken, Cloud-Diensten oder Filesharing-Plattformen.
(3) Jegliche gewerbliche oder kommerzielle Nutzung der Anwendung und ihrer Inhalte ist untersagt. Die Nutzung zur Erstellung eigener kommerzieller Lernmaterialien oder im Rahmen gewerblicher Repetitorien bedarf der ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung des Anbieters.
(4) Der Anbieter behält sich vor, bei Verstößen gegen diese Nutzungsbedingungen den Zugang des Nutzers dauerhaft zu sperren und zivilrechtliche Schritte (insbesondere Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche) einzuleiten.
§ 6 Zahlungsbedingungen
(1) Die Entgelte für die kostenpflichtigen Abonnements sind monatlich im Voraus fällig. Einmalig zu zahlende Pakete (6-Monats-Pakete, Klausur-Credits) sind bei Bestellung fällig.
(2) Die Zahlung erfolgt nach Wahl des Nutzers über den Zahlungsdienstleister PayPal oder über den Zahlungsdienstleister Stripe (insbesondere Kredit- oder Debitkarte, SEPA-Lastschrift, Apple Pay, Google Pay und Klarna, soweit im Bestellvorgang angeboten). Der Nutzer ermächtigt den Anbieter, den fälligen Betrag über das bei dem gewählten Zahlungsdienstleister hinterlegte Zahlungsmittel einzuziehen.
(3) Bei Zahlung per SEPA-Lastschrift wird der Zugang zu einem einmalig zu zahlenden Paket erst freigeschaltet, sobald der Zahlungseingang bestätigt ist. Kosten einer vom Nutzer zu vertretenden Rücklastschrift trägt der Nutzer.
§ 7 Laufzeit und Kündigung
(1) Kostenpflichtige Abonnements (Pro und Premium) werden auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Mindestlaufzeit beträgt einen Monat.
(2) Das Abonnement kann von beiden Seiten jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zum Ende des jeweils laufenden Abrechnungsmonats gekündigt werden.
(3) Die Kündigung kann elektronisch über den Kündigungsbutton („Mitgliedschaft kündigen“) im Profilbereich des Nutzers oder in Textform (z. B. per E-Mail) erfolgen.
§ 8 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu.
(2) Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts: Da es sich um digitale Inhalte handelt, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden, erlischt das Widerrufsrecht vorzeitig, wenn der Anbieter mit der Vertragserfüllung begonnen hat, nachdem der Nutzer ausdrücklich zugestimmt hat, dass mit der Vertragserfüllung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung mit Beginn der Vertragserfüllung sein Widerrufsrecht verliert.
§ 9 Verfügbarkeit der Dienste
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Nutzbarkeit der Web-App. Ausgenommen hiervon sind Ausfallzeiten durch notwendige Wartungsarbeiten oder technische Störungen, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (z.B. Serverausfälle des Hosting-Providers). Ein Anspruch auf ständige Verfügbarkeit besteht nicht.
§ 10 Haftung
(1) Ansprüche des Kunden auf Schadensersatz sind ausgeschlossen. Hiervon ausgenommen sind Schadensersatzansprüche des Kunden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) sowie die Haftung für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
(2) Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung zur Erreichung des Ziels des Vertrags notwendig ist. Bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Anbieter nur auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, wenn dieser einfach fahrlässig verursacht wurde, es sei denn, es handelt sich um Schadensersatzansprüche des Kunden aus einer Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(3) Die Einschränkungen der Absätze 1 und 2 gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters, wenn Ansprüche direkt gegen diese geltend gemacht werden. Die Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes bleiben unberührt.
(4) Zweckbestimmung der Inhalte: Die auf JurisMind bereitgestellten Inhalte (insbesondere Mindmaps, Prüfungsschemata, Definitionen, Übersichten und Fälle) dienen der Information und der Veranschaulichung (Visualisierung) von Lerninhalten. Sie geben den Lernstoff naturgemäß in didaktisch vereinfachter, verkürzter und schematisierter Form wieder; eine vollständige Darstellung des Meinungsstandes in Rechtsprechung und Literatur ist mit ihnen nicht bezweckt. Die Inhalte ersetzen weder das Studium der Gesetzestexte, der Rechtsprechung und der Fachliteratur noch eine Rechtsberatung im Einzelfall (§ 2 Abs. 2) und sind nicht dazu bestimmt, der Beurteilung oder Lösung konkreter Rechtsfälle zugrunde gelegt zu werden.
(5) Der Anbieter erstellt und pflegt die Inhalte mit der gebotenen Sorgfalt (§ 2 Abs. 3), schuldet jedoch keine über den in Absatz 4 beschriebenen Zweck hinausgehende Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Für Schäden, die daraus entstehen, dass der Nutzer die Inhalte entgegen Absatz 4 verwendet, haftet der Anbieter nur nach Maßgabe der Absätze 1 bis 3. Die gesetzlichen Rechte des Nutzers bei Mängeln des digitalen Produkts nach den §§ 327d ff. BGB bleiben unberührt.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/ zu finden ist. Der Anbieter ist nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.